Teilprojekt 2

Interagierendes
energieoptimiertes
Industriequartier

Im Rahmen des Teilprojekts 2 soll ein interagierendes energieoptimiertes Industriequartier realisiert werden. Dazu soll ein Niedertemperaturwärmenetz bei Merck am Standort Darmstadt errichtet werden, um Abwärmepotenziale wie z. B. aus dem Kühlwassernetz ganzheitlich zu nutzen. Neben dem Kühlwassernetz werden mehrere Prozesse am Standort mit dem Ziel der Erhöhung der Energieefiizienz betrachtet. Hierdurch wird sowohl die benötigte Menge an Kühlwasser reduziert als auch Abwärme prozessintern und durch Einbindung in das Niedertemperaturwärmenetz verfügbar gemacht. Da die anfallende Abwärme nicht zu jedem Zeitpunkt optimal genutzt werden kann, soll eine Möglichkeit zur quartiersübergreifenden Abwärmeauskopplung geschaffen werden. Durch die Integration einer Wärmeübergabestation mit Wärmepumpe soll die im industriellen Kühlwassernetz gesammelte Abwärme auf ein höheres Temperaturniveau gehoben und zusammen mit der Abwärme im Niedertemperaturnetz an die Fernwärmeversorgung des Energiedienstleisters ENTEGA zur Wärmeversorgung von Wohnquartieren übergeben werden. Da die Wärmeabfuhr durch Kühlwassernetze ein zentrales Element industrieller Versorgungssysteme bildet, soll hier nicht nur die Nutzung von Abwärmepotenzialen betrachtet werden, sondern auch der intelligente, energieoptimierte Betrieb der dazu nötigen Infrastruktur. Durch gebündelte Einzelmaßnahmen wie bedarfsgerecht geregelte Subnetze sowie Übergabestationen besteht das Ziel in der Reduzierung des Energiebedarfs von Pumpen zur Fluidumwälzung im Kühlwassernetz. Zuletzt werden die technischen Maßnahmen durch Koordination der Einzeltätigkeiten, zur Sicherstellung des Gesamterfolgs und zur Einbindung der innovativen Ansätze in zukünftige Planungsstandards begleitet.

Teilprojektkoordination

Lukas Theisinger
TUDa, PTW

Jeanette Wiesner
Merck

Beteiligte Unternehmen